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PocketDivx / PocketMVP- Ein DivX Player für den Pocket PC

Die Software

  • Als erstes benötigt man natürlich den PocketDivX Player oder noch besser, den PocketMVP Player selbst. Einfach anklicken und runterladen.
  • Dann braucht man, wenn noch nicht vorhanden, den DivX 4.12 Codec. Dieser liefert im Zusammenarbeit mit PocketDivX die besten Resultate. Man erhält ihn hier.
  • Neben dem Video-Codec benötigt man noch einen Audio-Codec. PocketDivX spielt MP3-Audio ab, also benutzt man, wenn noch nicht vorhanden, am besten den Radium MP3-Codec.
  • Zuletzt benötigt man noch einen Konverter, um die DivX-Files zu erstellen. Beste Erfahrungen habe ich mit VirtualDub gemacht. Die letzte Version bekommt man hier.

Nachdem man alles installiert hat, geht es weiter mit VirtualDub.

Das Konvertieren

Zunächst öffnet man in VirtualDub das zu konvertierende Video-File. Das geht über "File->Open video file".

Audio-Konvertierung

Kümmern wir uns jetzt zunächst um das einfachere, nämlich den Ton. Zunächst wird unter "Audio->Full processing mode" auf den Modus umgeschaltet, der es uns erlaubt den Audio-Track nach unseren Vorstellungen zu konvertieren. Unter "Audio->Conversion" erreicht man dann folgenden Screen:

VirtualDub

Mono reicht mir völlig aus und man spart zudem noch an Platz

Jetzt stellt man noch die Audio-Kompression unter "Audio->Compression" ein:

VirtualDub

Video-Konvertierung

Auch hier schalten wir zunächst auf den "Video->Full processing mode" um. Dann stellen wir die benötigten Filter ein, die wir unter "Video->Filters" erreichen. Mit der Schaltfläche "Add" im Filter-Menü fügen wir einen Resize-Filter hinzu:

VirtualDub

Hier muss man ein wenig auf das Format des Filmes achten, um Verzerrungen vorzubeugen. Auf meinem Cassiopeia E-125 ist mir zudem aufgefallen, dass Videos im Fullscreen, also 320x240 eher zum ruckeln neigen, als etwas kleinere Videos. Hier muss man ein wenig mit seinem Gerät und seinen eigenen Einstellungen experimentieren. Ich habe mit etwas kleineren Formaten als 320x240 jedenfalls bessere Erfahrungen gemacht.

Wenn der Film, wie die meisten, breiter als hoch ist sollte man ihn um 90° drehen, so dass man ihn auf dem Pocket PC im Querformat betrachten kann. Dazu fügen wir noch einen weiteren Filter ein. Also nochmals auf "Add" geklickt und den "Rotate"-Filter hinzufügen. Rotiert wird dabei um 90° nach links.

Anschließend verringern wir noch die Framerate, so dass auch ein älterer Cassiopeia wie meiner den Film abspielen kann. Neuere Geräte können eventuell die volle Framerate abspielen. Hier gilt einfach: ausprobieren.

VirtualDub

Die Anpassung der Framerate geschieht ganz einfach, indem man wie oben einfach nur jeden zweiten Frame benutzt. Eine Frame-Rate von 12-15 Bildern pro Sekunde ist immer noch ausreichend für ein ruckelfreies Bild.

Jetzt kommt das wichtigste, die Einstellung des Video Codecs und dessen Konfiguration. Unter "Video->Compression" erreichen wir zunächst folgenden Screen und wählen dort den DivX 4.12 Codec aus:

VirtualDub

Unter der Schaltfläche "Configure" stellen wir nun die Kompressionparameter ein:

VirtualDub

Für beste Resultate benutzt man das 2-pass Verfahren. Dabei wird in einem ersten Durchgang das Video analysiert und im zweiten Durchgang dann die Bandbreite bestmöglich verteilt. Zwischen den beiden Durchgängen sollte man auf keinen Fall die Einstellungen verändern, sondern nur unter "Variable bitrate mode" von "2-pass, first pass" auf "2-pass, second pass" umschalten. Die wichtigste Einstellung ist die Bitrate, die ich hier auf 200 Kilobit pro Sekunde eingestellt habe. Mit diesem Wert habe ich relativ gute Erfahrungen erzielt, er hängt aber vom jeweiligen Gerät und den Speicherplatz ab, den das fertige Video haben soll. Also ist auch hier wieder ein wenig Experimentieren angesagt.
Da während des ersten Durchgangs nur das Video analysiert wird, braucht man keine Audio-Kompression durchzuführen. Also unter "Audio->No Audio" einfach abschalten! Das spart massig Zeit beim ersten Durchgang.

Nachdem wir obige Einstellungen getätigt haben erzeugen wir einen ersten Job. Dazu gehen wir auf "File->Save as AVI" und aktivieren das Häkchen bei "Add operation to job list and defer processing":

VirtualDub

Anschließend kehren wir zum Codec-Konfigurationmenü zurück und wählen dieses mal anstelle von "2-pass, first pass" den Modus "2-pass, second pass". Außerdem wird die Audio-Einstellung wieder auf "Audio->AVI audio" umgeschaltet. Alle anderen Einstellungen bleiben unverändert!
Dann wiederholen wir das Speichern des AVI mit den gleichen Einstellungen wie beim ersten Mal. Auch der Dateiname bleibt der gleiche, so dass die im ersten Durchgang erstellte Datei gleich wieder überschrieben wird. Im ersten Durchgang wird nämlich das Ausgangsvideo nur analysiert und erst im zweiten Durchgang wird die komprimierte DivX-Datei erzeugt.

Anschließend rufen wir die Job-Kontrolle unter "File->Job control" auf, wo wir unsere soeben erstellten Jobs sehen:

VirtualDub

Mit einem Klick auf "Start" werden die Jobs nacheinander gestartet und das DivX-File für unseren Pocket PC erzeugt.

Viel Spass!

Und wer noch Fragen hat, der kann sie in meinem Forum stellen. Ich werde versuchen, sie zu beantworten!

Pocket-Divx Test-VideoHier habe ich ein Test-Video, das mit den obigen Einstellungen komprimiert wurde und meine Nichte Anna beim Sandkastenspiel zeigt. Die Bildgröße beträgt 300x240 Pixel und die Framerate wurden von den originalen 25 Bilder pro Sekunde auf 12,5 Bilder pro Sekunde halbiert. Das Video ist 15 Sekunden lang und 432KiByte groß. Bitte beachtet, dass die obigen Einstellungen eine relativ geringe Qualität hervorbringen, dafür aber auch auf fast jedem PocketPC laufen sollten. Moderne PocketPCs können wesentliche höhere Bitraten bei voller Framerate anzeigen. Das Video wurde um 90° nach gegen den Uhrzeigersinn gedreht, um es in voller Größe auf einem Pocket-PC wiedergeben zu können.
Download des PocketDivX Test-Videos

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© Jens Seiler, last change: 29/12/04 17:51